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Lasermarkierung von Solarzellen eröffnet neue Möglichkeiten in der Qualitätskontrolle
Q-Cells befasst sich seit einigen Jahren mit der Markierung von Solarzellen. Nun ist es den Q-Cells Ingenieuren gelungen, ein lasergestütztes Verfahren zur individuellen Kodierung jeder einzelnen Solarzelle zur Serienproduktions- tauglichkeit zu bringen. Für die Technologie der Lasermarkierung wurde ein europäisches Patent mit dem Titel „Solarzellenmarkierungsverfahren und Solarzelle“ erteilt. Die im Zuge der Entwicklung über die Zeit hin erhaltenen Schutzrechte werden von Q-Cells als Lizenzen zu fairen und angemessenen Bedingungen an Interessierte zur Nutzung angeboten. Das Verfahren, das bei Q-Cells bis Ende des Jahres flächendeckend implementiert sein wird, eröffnet völlig neue Wege in der Nachverfolgung und Optimierung der Produkte. Wichtige Kenngrößen wie z.B. Lieferdatum des Rohmaterials, Lieferantenkennung sowie die Kennzeichnung der eingesetzten Betriebsstoffe im Herstellungsprozess können gespeichert und der jeweiligen Solarzelle zugeordnet werden. Für die Kunden bedeutet das ein erhebliches Plus an Qualität für jede Zelle im Modul.
Vorteile durch höhere Qualität und Kostenersparnisse
Die digitale Markierung jeder einzelnen Solarzelle ermöglicht eine 100-prozentige Rückverfolgung über weite Teile der Photovoltaik-Wertschöpfungskette – vom Silizium-Roh-Wafer bis hin zu Solarmodulen und -systemen. Nie zuvor war es möglich, die Produktionsschritte in einer solchen Detailtiefe nachzuvollziehen. In jedem Schritt steigert das Verfahren die Transparenz, erlaubt so Rückschlüsse auf eingesetze Rohmaterialien und Herstellungsprozesse und kann zur Steigerung der Produktstabilität beitragen. Gestützt durch die Lasermarkierung führt die kontinuierliche Prozessoptimierung zu Kostenersparnissen und fördert neue technologische Entwicklungen in der Solarbranche.
Innovatives und anwendungsorientiertes Produktportfolio
Neben den Innovationen im Bereich der Solarzellen demonstriert Q-Cells mit dem Solarhaus in Modellgröße die ganze Vielfalt seines Produktangebots: Ausgestellt sind Anwendungen für Schräg- und Flachdächer sowie Fassaden und Freiflächen. Mit den Produktreihen Q.PRO, Q.BASE, und Q.SMART präsentiert Q-Cells dazu passgenaue Lösungen. Auch über die Systemkompetenz von Q-Cells sowohl bei mittelgroßen Projekten für gewerbliche und industrielle Kunden als auch bei großen Solarparks können sich Besucher informieren. Qualitativ hochwertige kristalline Solarzellen runden das präsentierte Produktportfolio ab. Mit diesem Messeauftritt macht Q-Cells seine strategische Wandlung vom reinen Solarzellenhersteller zum integrierten Anbieter von Photovoltaik-Lösungen deutlich sichtbar.
Kontakt:
Q-Cells SE
OT Thalheim
Sonnenallee 17 - 21
06766 Bitterfeld-Wolfen
www.q-cells.com
Corporate Communications:
Ina von Spies
Tel.: +49 - (0)3494 - 6699 10121
presse@q-cells.com
Auch im Bereich der Ausbildung und Forschung ist Sachsen-Anhalt ganz Vorne dabei. Dafür sorgen zwei Universitäten, acht Fachhochschulen und 12 Forschungsinstitute. Konkrete Konzepte zur Ausbildung des Nachwuchses gibt es bereits. So bietet die Hochschule Anhalt (FH) gemeinsam mit Unternehmen der Solarbranche den praxisintegrierenden dualen Studiengang Solartechnik an. Auch die Q-Cells SE engagiert sich für die Spezialisten der Zukunft in der Region und finanziert eine Stiftungsprofessur für Photovoltaik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Das Fraunhofer-Center für Silizium Photovoltaik (CSP), das weltweit einmalige Kristallisations- und Materialanalysezentrum für den Photovoltaik-Werkstoff Silizium, untersucht beispielsweise in Deutschlands größten Klimakammern das Materialverhalten der PV-Module und Sonnenkollektoren und im Modultechnologiezentrum des Fraunhofer CSP wird zu Laminierungsprozessen geforscht.
Nach erfolgreichem Auftritt im vergangenen Jahr präsentiert sich Sachsen-Anhalt zum dritten Mal auf einem Gemeinschaftsstand mit mehr Ausstellern und erstmals mit dem Cluster SOLAR VALLEY Mitteldeutschland e.V. auf der European Photovoltaic Solar Energy Conference (06.- 09. September 2010), die in diesem Jahr in Valencia stattfindet.
Die Mitaussteller des von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) organisierten Messeauftritts sind:
- Solar Valley Mitteldeutschland e.V.
- Fraunhofer Center für Silizium Photovoltaik (CSP)
- iCON GmbH
- Sinusstrom GmbH
- SSF solar screen factory GmbH
- Stadt Sandersdorf-Brehna
- Vetro Solar GmbH
- Wirtschaftsförderung Halle (Saale)
Daneben sind auch Einzelausstellter aus Sachsen-Anhalt auf der Messe: boraident GmbH, CALYXO GmbH, f | solar GmbH, INNOTECH SOLAR ITS, Sovello AG, Q-Cells SE.
Besuchen Sie Sachsen-Anhalt auf der EU PVSEC in Valencia, Level 2, Hall 1, Booth A 10.
Kontakt:
Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbh
Ines Massih-Richter
Am Alten Theater 6
39104 Magdeburg
Tel.: +49 (0)391 567086
Mobil: +49 (0)1515 2626467
Email: ines.massih-richter@img-sachsen-anhalt.de
Auch unter Ausschluss der Saisoneinflüsse erweist sich die Aufwärtsbewegung als kräftig. Die konjunkturelle Erholung am Bau, die Anfang dieses Jahres durch den übermäßig starken Wintereinbruch zunächst unterbrochen wurde, gewinnt damit weiter an Fahrt. Neben den durch die Konjunkturpakete ausgelösten Baumaßnahmen kommen Anregungen aus dem Wohnungsbau. Hier spielen neben konjunkturellen Einflussgrößen – wie niedrige Hypothekenzinsen, abnehmende Arbeitsmarktrisiken, Flucht in Immobilien zur Absicherung von Inflationsgefahren – wohl auch die Bauaufträge zur Beseitigung der Flutschäden in Sachsen und Brandenburg eine Rolle.
Von diesen Auftriebskräften profitieren vor allem der Hochbau und der Ausbau. In beiden Sparten werden sowohl die Lage als auch die Aussichten nochmals günstiger bewertet. Außergewöhnlich kräftig steigt dabei mit 14 Saldenpunkten die Geschäftslage im Ausbaubereich, während sich bei den Hochbauunternehmen die Geschäftsaussichten mit 20 Punkten besonders deutlich verbessern. Die derzeitigen Baugeschäfte dürften noch stark durch die Sanierungsmaßnahmen aus dem Konjunkturpaket II geprägt sein, aber auch die privaten Haushalte und die Wohnungsunternehmen setzen Modernisierungsmaßnahmen fort. Die Bauunternehmen aus Brandenburg und Sachsen sind besonders hinsichtlich der zukünftigen Baugeschäfte optimistisch, wohl auch angesichts notwendiger Baumaßnahmen zur Beseitigung der Flutschäden. Zugleich deutet die Genehmigungsstatistik darauf hin, dass auch der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zulegt, getragen durch mehr Projekte sowohl von den privaten Haushalten als auch von den Wohnungsunternehmen.
Im Tiefbau stagniert die Geschäftslage unter Ausschluss der Saisoneinflüsse dagegen in etwa auf dem Niveau zu Sommerbeginn. Die Aussichten geben sogar nach, die Optimisten und Pessimisten halten sich nun wieder die Waage. Der Erwartungshorizont der Umfrage reicht inzwischen bis in das Jahr 2011 hinein. Damit reflektieren die Unternehmen, dass die staatliche Investitions-ausgaben nach dem Auslaufen der konjunkturstützenden Maßnahmen planmäßig zurückgefahren werden.
Hintergrund:
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) widmet sich der Erforschung der Entwicklungen „Von der Transformation zur europäischen Integration“. Dieses Forschungsprofil ist auf zwei Bereiche konzentriert: Programmbereich I befasst sich mit Wachstum und wirtschaftlicher Integration, Programmbereich II mit der Analyse von Transformationsprozessen. Unter dem allgemeinen Forschungsthema genießt die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands besondere Aufmerksamkeit. Das IWH ist in drei wissenschaftlichen Abteilungen organisiert: Makroökonomik, Strukturökonomik und Stadtökonomik. Die Forschung wird in inhaltlich definierten Forschungsschwerpunkten durchgeführt, die auf mittlere Frist eingerichtet sind und abteilungsübergreifend spezifische Kompetenzen bündeln. Diese Forschungsschwerpunkte sind als Ort der Einheit von wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftspolitischer Beratung zu verstehen. Das IWH ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
Kontakt:
Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
Kleine Märkerstraße 8
06108 Halle (Saale)
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Pressekontakt:
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2,2 Millionen Euro will das Unternehmen mit der Offerte bei Privatanlegern platzieren. Mehr als neun Prozent Wertzuwachs sollen die vom Partner Enercon installierten Windkraftanlagen pro Jahr einspielen, prognostiziert UDI. Insgesamt stellt der Initiator nach 21 jähriger Laufzeit einen Kapitalrückfluss von 316 Prozent in Aussicht.
Investoren sollen unter anderem davon profitieren, dass Anlagenbauer Enercon über 15 Jahre eine Verfügbarkeit von 97 Prozent garantiert. Zudem wirbt UDI mit Windverhältnissen von 6,5 bis 6,6 Metern pro Sekunde, die von zwei unabhängigen Gutachten ermittelt wurden.
Außerdem soll sich der Fonds dadurch empfehlen, dass die Betreibergesellschaft der Anlagen, SAB Windteam, über langjährige Erfahrung aus dem Betrieb von über 20 Windkraftanlagen mit mehr als 250 Megawatt verfügt und die Vergütung des Windstroms durch die Einspeisevergütung 20 Jahre lang garantiert ist.
Die UDI- Planungs- und Projektentwicklungstochter für Biogas UDI Bioenergie hat indessen ihre Geschäftsführung verstärkt. An der Seite von Harald Felker und Georg Hetz wird Matthias Kubat (45) künftig die Unternehmensgeschäfte leiten und sich besonders den Projekten der nördlichen Regionen widmen. Zuletzt war er Finanzvorstand (CFO), später Leiter des operativen Geschäftes (COO) der Biogas Nord AG.
Die ausgewerteten Ergebnisse ermöglichten es erstmalig, den aktuellen Entwicklungsstand der Zulieferindustrie in den Neuen Ländern transparent abzubilden und darauf aufbauend zukünftige Ziele für die Aktivitäten des ACOD und der Länderinitiativen zu definieren.
Um die Entwicklung der Branche kontinuierlich und zuverlässig zu analysieren und aussagekräftige Resultate zu erhalten, plant der ACOD auf Basis dieser Studie von 2008/2009 nun eine erste Folgebefragung.
Zu diesem Zweck werden im Zeitraum von September bis Oktober 2010 seitens des ACOD und der Länderinitiativen sowohl auf postalischem als auch elektronischem Weg Fragebögen an rund 1.400 Firmen der Automobilbranche versendet.
Die erhobenen Einzeldaten der Unternehmen werden in jedem Fall geheim gehalten. Um einen Rückschluss auf einzelne Unternehmensdaten auszuschließen, werden ausschließlich aggregierte Untersuchungsergebnisse weitergegeben.
Mehr Informationen unter:
Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff in Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) anlässlich der Auszeichnung der CARBONIT Filtertechnik GmbH als „Unternehmen des Monats August 2010“. Die Firma, die in Salzwedel 20 Mitarbeiter beschäftigt, stellt international patentierte, vollständig abbaubare Aktivkohle-Blockfilter aus nachwachsenden Rohstoffen zur Filtration von Flüssigkeiten her. Die erzeugten Filterelemente werden u. a. im Bereich der Gastronomie, in der Medizin- und Pharmaindustrie sowie in privaten Haushalten eingesetzt. Die Filter werden auch in Krisengebieten zur Filtration von verunreinigtem Trinkwasser verwandt. Das sogenannte Krisenfass arbeitet im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen ohne den Einsatz von Chemikalien, benötigt weder Strom noch einen Wasseranschluss und ist deshalb in unzugänglichen Gebieten gut einzusetzen.
Die mehrfach wegen ihrer innovativen Produkte ausgezeichnete CARBONIT Filtertechnik GmbH (u. a. mit dem Hugo Junkers Innovationspreis Sachsen-Anhalt 2006) ist eine Tochter der Westa-Holding GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Das Familienunternehmen gehört zu den Marktführern in Deutschland und Europa für hochwertige Filterelemente zur Aufbereitung von Trinkwasser.
„Das Kaliwerk in Zielitz gehört weltweit zu den leistungsfähigsten Kaliwerken. Der größte industrielle Arbeitgeber nördlich von Magdeburg kann eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote sowie einen sehr hohen Übernahmeanteil der Auszubildenden vorweisen und ist damit beispielgebend für andere Betriebe. Beispielgebend ist das Werk auch im Hinblick auf sein Bemühen um Energieeffizienz, die es durch den konsequenten Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung erreicht. Durch die Investition in eine zweite Dampfturbine für das Kraftwerk wird die Energieeffizienz noch weiter verbessert.“ Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff auf einer Pressekonferenz im Anschluss an einen Besuch des Ministers im Unternehmen.
Die K+S KALI GmbH, Werk Zielitz, investiert 15,4 Mio. Euro in ihr eigenes Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Effizienz von etwa 90 Prozent arbeitet. Da das Unternehmen für die Versorgung aller Produktionsbereiche unter und über Tage große Mengen an elektrischer Energie und Dampf benötigt, soll nun mit der Anschaffung einer zweiten Dampfturbine die Energieeffizienz des Kraftwerks weiter verbessert werden. Damit erhöht sich der Eigenstromanteil auf etwa 95 Prozent, sodass der Strombedarf im Kaliwerk nahezu vollständig selbst gedeckt werden kann. Der Beginn des Probebetriebes ist für den 13. September 2010 geplant.
Werksleiter Hans-Joachim Kind sagte dazu: „Effiziente Energienutzung bedeutet nicht nur den sorgsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“
Die K+S- Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Kassel (Hessen) gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, von Pflanzenpflege- sowie Salzprodukten. Ende 2009 beschäftigte das Unternehmen weltweit etwa 15.200 Mitarbeiter, davon etwa 1.720 in Zielitz. Die Ausbildungsquote liegt bei etwa 9 Prozent (151 Auszubildende). Seit 1993 wurden durch die K+S-Gruppe über 450 Mio. Euro in den Kalisalzbergbau des Landes Sachsen-Anhalt investiert.
„Sachsen-Anhalt trägt nach wie vor erheblich zur Versorgung Deutschlands und der Weltmärkte mit mineralischen Rohstoffen bei. Gerade die Gewinnung von Kies und Sand, gebrochenem Naturstein und Kalkstein sowie Tonen und Quarzsanden stellt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in unserem Land dar und bildet damit die Basis für eine leistungsfähige Bau-, Glas- und Keramikindustrie. Dies sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Pleye auf dem 5. Rohstofftag Sachsen-Anhalt heute in Löbejün (Landkreis Saalekreis).
Gleichzeitig machte Pleye deutlich, dass die heimische Braunkohle trotz eines umfangreichen Anpassungsprozesses in den vergangenen Jahrzehnten noch immer der wichtigste in Sachsen-Anhalt gewonnene Energieträger sei. Pleye: „Künftig wird es aber neben der energetischen Verwertung darauf ankommen, diese wachs- und bitumenreiche Braunkohle noch stärker stofflich zu nutzen und als Rohstoffbasis für die chemische Industrie in Mitteldeutschland zu entwickeln. Für diese zusätzliche Wertschöpfung werden weltweit Verfahrenstechnologien und Anlagen benötigt. Zwei Bausteine dafür sind der inzwischen vom Bundesforschungsministerium bewilligte ‚Regionale Wachstumskern ibi – Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland’ sowie der im südlichen Sachsen-Anhalt geplante kommerzielle Chemiepark.“
„Es war eine zufällige Entdeckung“, erklärt Projektleiterin Susanne Jenke, die sich gerade um die deutschland- und europaweite Markteinführung von Deurex® Pure kümmert. „Beim Versuch ein neues mikronisiertes Wachs für unsere Kunden in der Lack- und Farbenindustrie herzustellen, hielten wir diese watteähnliche, weiße Substanz in den Händen und stellten fest, dass sie hervorragend Öl aufsaugt.“ Diese Entdeckung wurde bei der DEUREX Pure GmbH in Elsteraue in Sachsen-Anhalt bereits Anfang des Jahres gemacht und zum Patent angemeldet – lange bevor die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ihren Lauf nahm. „Wir haben zunächst an den Einsatz bei Feuerwehren, Tankstellenbetreibern, Flussmeistereien und Hafenbetreibern gedacht. Überall dort, wo Öl mit Wasser in Berührung kommen und Schaden anrichten könnte“, sagt Susanne Jenke. An den Ölteppich im Atlantik hatte da noch niemand gedacht. Doch die „Zauberwatte“, so wird Deurex® Pure von den Mitarbeitern genannt, könnte tatsächlich eine entscheidende Lösung bringen. Vom unabhängigen Prüfinstitut DEKRA wird DEUREX® Pure eine äußerst hohe Bindekomponente bescheinigt. Einhundert Kilogramm Deurex® Pure können mehr als 600 Liter Öl binden. Um allerdings im Golf von Mexiko wirklich helfen zu können, wäre es am effektivsten eine Produktionsstätte in den USA zu bauen, um den kostspieligen Transport von DEUREX® Pure zu umgehen. „Denn zur Bekämpfung des Ölteppichs würden ungeheure Mengen anfallen und dafür brauchen wir einen Partner, der sich auch finanziell beteiligt“, sagt Marketingexperte Torsten Rödiger.
DEUREX® Pure kann aber auch bei Verschmutzungen durch Diesel, Lösungsmittel wie Toluol oder Tenside und Alkohole eingesetzt werden. Und: Die Watte – verpackt in netzartige Säcke oder Schläuche – geht vollgesogen nicht unter und kann so jeder Zeit abgefischt werden. Der Einsatz ist ohne Probleme auf rauer See möglich und hinterlässt keine Rückstände im Wasser. Derzeit denken die Entdecker sogar über eine Wiederverwertbarkeit der Watte nach, die ein weiterer Pluspunkt in Sachen Kundenservice wäre.
Bei der schon jetzt großen Resonanz ist die Produktion von Pure als zweites Standbein von DEUREX nicht ausgeschlossen. Denn es kommen täglich Anfragen zur „Zauberwatte“ im Industriepark in Elsteraue an. „Gerade kam eine Mail aus China“, erzählt Torsten Rödiger. „Ein Geschäftsmann, der nach Lösungen für die Katastrophe in seinem Heimatland sucht.“ In der Hafenstadt Dalian haben Fischer tausende Liter Öl von der Meeresoberfläche abgeschöpft. Nach Schätzungen von Greenpeace sollen hier mehr als 60.000 Tonnen Rohöl ins Meer geflossen sein.
Neben den jährlich im Elsteraue produzierten 6000 Tonnen mikronisierten Wachsen für die Industrie könnten die mehr als 60 Mitarbeiter in naher Zukunft auch die „Zauberwatte“ Deurex® Pure produzieren. Denn Gefahr ist im Verzug, allein im Golf von Mexiko schwimmen nach Schätzungen 780.000.000 Liter Öl. „Beim Einsatz von Pure bleibt kein Rückstand im Wasser. Umweltfreundlicher geht also nicht“, erklärt Projektleiterin Susanne Jenke.
Seit mehr als zehn Jahren hat die Firma DEUREX ihre Zelte im Chemie- und Industriepark Zeitz in Elsteraue in Sachsen-Anhalt aufgeschlagen. Der Standort im Länderdreieck Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen bietet ideale Ansiedlungsbedingungen. Ob per Schiene, Autobahn oder Luftweg - der Flughafen Leipzig liegt 40 Kilometer entfernt - sind alle Transportmöglichkeiten nutzbar. Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der komplett erschlossenen Fläche von 232 Hektar bereits belegt ist. Das Spektrum der Geschäftsfelder reicht von der Produktion von Adipinsäure, der Produktion von hochwertigen Grundölen in einer Altölraffinerie, über die Herstellung von Klebstoffen für verschiedene Anwendungen bis hin zur Produktion von Spezialwachsen für die Papier- und Kosmetikindustrie.
Bis zum heutigen Tag wurden 87 Millionen Euro in eine neue, internationalen Standards entsprechende Infrastruktur investiert. Umweltschonende Technologien, Netz- und Pipelineverbindungen, die den Bedürfnissen der Investoren entsprechend modular erweitert werden können, garantieren den Unternehmen eine bedarfsgerechte Versorgung. Zurzeit stehen noch 75 Hektar freie Flächen zur Verfügung.
Autorin: Dagmar Perschke
Deurex Pure GmbH
Dr.-Bergius-Straße 18-24
D-06729 Elsteraue OT Alttröglitz
Ansprechpartnerin:
Susanne Jenke
03441/ 8291044
jenke@DeurexPure.com
www.DEUREXPure.com
Infra-Zeitz Servicegesellschaft
Hauptstraße 30
06729 Elsteraue OT Alttröglitz
03441/ 84 21 14
infra@industriepark-zeitz.de
www.industriepark-zeitz.de
Vor zwei Jahren hatten Klaus Käsebier und sein Team die Jury mit der Entwicklung der vielfältig einsetzbaren Polymerlösung Amylofol überzeugt. „Schon als wir von der Präsentationsmöglichkeit unseres Produktes hörten, waren wir begeistert. Denn unter allen Bewerbern wurden nur die zehn Besten ausgewählt. Als wir dann auch noch zu den Preisträgern gehörten, fehlten uns die Worte.“
Seither hat sich viel getan am Standort im Technologie- und Gründerzentrum Bitterfeld-Wolfen. „Mit der öffentlichen Präsenz konnten wir eine Außenwirkung erzielen, die wir so nicht erreicht hätten“, da ist sich der studierte Chemiker und Firmengründer Klaus Käsebier sicher. „Wir konnten nicht nur das Preisgeld von 10 000 Euro in unsere Produktionsentwicklung stecken. Es wurden Investoren auf uns aufmerksam, die es uns ermöglichten, unser Unternehmen weiter aufzubauen.“ So ist auch der Namenswechsel zu erklären, denn bei der Gründung 2006 ging das Unternehmen als Wolfen Polymer GmbH an den Start. Ein Jahr nach der Verleihung des Hugo-Junkers-Innovationspreises wurde der Namenswechsel vollzogen. Seither sorgt das kleine Chemieunternehmen als amynova polymers®GmbH für Aufsehen. Denn auf den Lorbeeren ausruhen kam nicht in Frage.
Das Forscherteam hat mit der Entwicklung der neuartigen Polymerlösung Amylofol® ins Schwarze getroffen. Das patentierte Verfahren der Polymerherstellung basiert auf Stärke als nachwachsendem Rohstoff und ist damit einzigartig. Deshalb wird zurzeit die Produktionsanlage erweitert, um größere Mengen herstellen zu können und weitere Polymer-Muster unter industriellen Verhältnissen zu testen. Die sehr gut nass haftende sowie kaltwasserlösliche Kunststofflösung kommt als barrierebildende Schicht für Fett- und Aromadichtigkeit in der Papier- und Kartonindustrie zum Einsatz, aber ist auch in der Landwirtschaft gefragt. „Zum Beispiel als spritzfähige Erosionsschutzschicht bei leichten Böden oder als Netzmittel in Spritz- und Düngemitteln kann die Haftfähigkeit der Wirkstoffe auf Pflanze und Boden erhöht werden. Und unser Produkt ist für Mensch und Tier völlig ungefährlich“, erklärt Dr. Klaus Käsebier.
Und wie sieht es mit einer erneuten Bewerbung aus? „Es bleibt zwar nicht mehr viel Zeit, aber wir denken tatsächlich darüber nach uns noch einmal zu bewerben. Die Möglichkeiten, die gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen dadurch geboten werden, sind enorm.“
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
amynova polymers GmbH
ChemiePark Bitterfeld-Wolfen
Telefon: 03494/637336
info@amynova.com
Weitere Fragen zum 10. Hugo-Junkers-Innovationspreis beantwortet:
Sandra Kilian
Telefon: 0391/53 53 92 82
Email: kilian@mdkk.de
Der Container-Liniendienst, der zwei mal wöchentlich auf dieser Strecke hin und zurück verkehrt, sei in den vergangenen drei Jahren nicht ein einziges Mal ausgefallen, hebt Schröter dessen Stabilität und Zuverlässigkeit hervor. Das Mengenwachstum führt er vor allem darauf zurück, dass neue Kunden gewonnen werden konnten, die Transporte von Hamburg aus in das Hinterland immer öfter auf Binnenschiffe verlagern.
Zwischen 1993 und 2009 wurden 15 Millionen Euro in den Hafenstandort investiert, um die Schwergut-, Container-, sowie Massengutterminals entsprechend den Anforderungen der verladenden Wirtschaft im mitteldeutschen Wirtschaftsraum zu entwickeln. Als ganz besondere Stärke des Hafens Aken erweist sich seine Lage. Er befindet sich an der Schnittstelle von Straße, Schiene und Wasserweg. Schröter bezeichnet es als eine logische Folge, dass sich der 1889 errichtete Hafen deshalb immer mehr auf Schwergut- und Projektladung konzentriert. Besonderen Auftrieb erhielt das Geschäft mit den großen Brocken als im Jahr 2006 die Hubkraft des stationären Hafen-Kranes von 150 auf 270 Tonnen angehoben wurde. Damit wurde die Leistungsfähigkeit des Hafens nicht nur auf ein noch höheres Niveau gehoben. An der gesamten Elbe gibt es keinen stärkeren stationären Kran, versichert Schröter. Die Kunden wissen das zu schätzen. Denn ein stationärer Kran ist um ein mehrfaches kostengünstiger als ein mobiler. Unternehmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, vor allem Maschinen- und Anlagenbauer, Hersteller von Chemieanlagen, Autozulieferer und Produzenten von Energie- und Umwelttechnik transportieren ihre großen Komponenten auf Straße und Schiene an den günstigeren Wasserweg. Viele Teile sind so groß, dass weite Landwege für sie überhaupt nicht in Frage kommen. Rund 20 meist exportorientierte Firmen bilden den stabilen Kundenstamm im Schwergut- und Projektladungsbereich, weitere 30 kommen aus dem Massengut- und Containergeschäft.
Im Hafen sind spezielle Flächen geschaffen worden, auf denen große Teile weiter montiert, komplettiert und für den Seetransport verpackt werden können, bevor sie ihre Reisen in die Nordseehäfen Hamburg, Bremen oder Antwerpen fortsetzen. Von dort geht es weiter nach Übersee, nach Südamerika, immer öfter auch nach China. Im vergangenen Jahr haben 150 Binnenschiffe Schwergut- und Projektladungen von Aken aus in alle Nordseehäfen transportiert. Damit habe sich im Hafen Aken das Aufkommen auf diesem Gebiet gegenüber der Jahrtausendwende verdreifacht, hebt Schröter hervor, der seit 1992 das kommunale Unternehmen als Geschäftsführer leitet.
Diese Entwicklung führe aber auch dazu, dass es eng wird im Hafen. Deshalb wird derzeit das östliche Hafenareal entwickelt um die Bedingungen für die Schwergut- und Containerlogistik weiter zu verbessern. Die Bauarbeiten haben im Juni begonnen. Auch im Industriegebiet Aken-Ost, dass über Straße und Schiene direkt mit dem Hafen verbundenen ist, sind noch Ansiedlungsflächen für Produzenten von Maschinen und Anlagen verfügbar, die auf den Transport auf der Elbe setzen, sagt Schröter. Das ist für ihn ein überzeugendes Beispiel, dass die Wirtschaft dorthin geht, wo Wasser fließt. In diesem Trend zum Wasser sieht der Hafen-Chef viel Potenzial. Der Anteil des Hinterlandverkehrs im Hamburger Hafen mit Binnenschiffen lag vor fünf Jahren lediglich bei einem halben Prozent. Heute sind das 1,5 Prozent. Erwartet wird ein Anstieg dieses Anteils auf fünf Prozent. Das würden 500.000 Container-Einheiten bedeuten, rechnet Schröter voller Optimismus hervor. Das Wachstum in Hafen Aken dürfte anhalten.
Was im ersten Moment nach einem Traum klingt, kann tatsächlich Wirklichkeit werden. Die Gründung des Forschungszentrums IKAM (Instituts für Kompetenz in AutoMobilität) ist ein Novum in der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung und einmalig in Deutschland. „Das Institut wird von zwei Säulen getragen. In unseren Laboren im IGZ Barleben (Innovations- und Gründerzentrum) kann unter industrienahen Bedingungen gemeinsam mit Unternehmen Forschung betrieben werden. „An unserem Standort in Magdeburg werden wir gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die nötige Grundlagenforschung leisten. Durch diese Verbindung können wir gemeinsam die Kompetenzen in der automobilen Forschung weiter erfolgreich ausbauen. Schon jetzt verfügen wir über modernste Antriebsstrang-Prüfstände für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die uns ungeahnte Testmöglichkeiten bieten. Denn keine andere Branche steht in den kommenden Jahren durch die Einführung neuer Antriebs- und Fahrzeugkonzepte vor so tief greifenden Umbrüchen wie die Automobil- und Zulieferindustrie.“
Warum der gelernte Elektrotechniker und gebürtige Hallenser sich gerade in Sachsen-Anhalt diesen großen Herausforderungen stellt, obwohl er auch nach den Sternen hätte greifen können – im wahrsten Sinne des Wortes beantwortet Stefan Schünemann ohne zu zögern: „Nach meinem Studium für Informationstechnik an der Technischen Universität Ilmenau in Thüringen, arbeitete ich zunächst in einem wissenschaftlichen Großprojekt für eine Mars-Mission am Institut für Weltraumsensorik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. in Berlin mit. Es ging um eine Kamera für die Kartierung der Mars-Oberfläche. „Das war sehr spannend, so wie mich viele Raumfahrtentwicklungen, die wir heute im Alltag selbstverständlich benutzen, nach wie vor faszinieren. Nehmen wir beispielsweise den Akkuschrauber oder die mit Folie beschichteten Chipstüten“, schmunzelt Stefan Schünemann. „1995 kam ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und promovierte an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Die intensive Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen hat mich damals nach Sachsen-Anhalt gezogen. Heute kommt, der Austausch mit Wirtschaft und Industrie, kurz der Wissens- und Technologietransfer, hinzu.“
Neben seinem familiären Glück, Söhnchen Jerrit ist gerade zwei Jahre und vier Monate alt, fand Doktor Stefan Schünemann in Magdeburg seine Wirkungsstätte. „Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in neuer Qualität auszubauen ist für einen Ingenieur ein Privileg. Dieser Herausforderung stelle ich mich gern.“
Die Unternehmen der Zulieferregion haben schon vor Jahren das Cluster MAHREG Automotive zu ihrer Interessen- und Potentialbündelung initiiert und es schrittweise mit mehreren aktiven Netzen ausgebaut. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird seit 2006 die automobile
Forschung in dem von 13 Instituten getragenen Forschungsschwerpunkt Automotive fokussiert. Beide erfolgreichen Initiativen sind die Basis für das neue Institut.
Autorin: Dagmar Perschke
Kontakt:
IKAM GmbH
Geschäftsführer Dr. Stefan Schünemann
Telefon: 039203 / 82221
info@ikam-md.de
Er fordert, die Gesellschaft müsse sich darauf einstellen, dass 2020 viele Männer und Frauen im heutigen Rentenalter weiter arbeiten wollen. Sie träfen auf einen im Vergleich zu heute stark veränderten Arbeitsmarkt. „2020 wird eine weitgehende Flexibilität der Arbeit vorherrschen. Der Trend zur so genannten Projektwirtschaft wird sich durchgesetzt haben“, blickt Jánszky voraus. „Nur noch 30 bis 40 Prozent der Arbeiter und Angestellten werden fest angestellt sein, die Anzahl der Selbstständigen wird sich auf 20 Prozent verdoppeln“. Alle Übrigen werden als so genannte Job-Nomaden im Ein- oder Zwei-Jahresrhythmus von Projekt zu Projekt und von Unternehmen zu Unternehmen ziehen. Sie würden das dann jedoch nicht als Nachteil oder aufgezwungene Zeitarbeit ansehen, sondern als eine selbst gewählte Freiheit in der Lebensplanung, erklärt der 37-Jährige.
Seit gut zehn Jahren geht Jánszky der Frage nach „Wie werden wir morgen leben?“ Seit neun Jahren versammelt der Trendforscher einmal im Jahr 250 Spitzenmanager aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Gemeinsam entwerfen sie dabei ein Zukunftsszenario der Welt in zehn Jahren und entwickeln Ideen für künftige Geschäftsmodelle.
Für Sachsen-Anhalt komme es darauf an, Bedingungen zu schaffen, damit solche Job-Nomaden angezogen werden. Das habe Konsequenzen für viele Branchen: Für den Arbeitsmarkt, für das Immobilienangebot, die Kinderbetreuung oder die Schulen, hebt Jánszky hervor. In einem Buch hat er die wichtigsten Trends zusammengefasst.*
Zu ihnen gehört, dass das Leben extrem technisiert sein wird. Da ist sich der Sohn eines ungarischen Vaters und einer deutschen Mutter ganz sicher. Das Internet verlasse den Computer, beschreibt er einen hervorstechenden Trend „In ein paar Jahren wird jedes Gerät, das wir benutzen, ob Joghurt-Becher, Tisch, Kühlschrank, Fernseher, Zeitung oder was auch immer eine Internet-Adresse haben können und damit online ansteuerbar sein.“ Die Geräte könnten untereinander kommunizieren, ihre Daten vergleichen, analysieren, auswerten und ihren Besitzern für die jeweilige Situation Information in das Alltagsleben einspielen. So wie es heute kaum noch Röhren-Fernseher gibt, wird es in drei oder fünf Jahren kaum noch Handys ohne Internetzugang geben. Sie werden zu intelligenten elektronischen Assistenten der Menschen, beschreibt Jánszky einen Trend, den er Service-Robotik nennt.
Als wichtigen Trend nennt Jánsky eine ausgeprägte Individualisierung des Lebens. Nach seiner Ansicht steht die übliche Massenwirtschaft vor dem Aus. Sie werde abgelöst durch eine Produktion für Individuen. Als Beispiel hebt er die Medizin hervor. Dort könnten Arzneien und Prothesen für die speziellen Bedürfnisse jedes Einzelnen hergestellt werden. Der Individualisierungs-Trend ergreife auch die Medien. Während heute Zeitungen noch in hoher Auflage für alle gedruckt werden, rechnet Jánszky damit, dass Zeitungen, Radio- oder Fernsehprogramme künftig nach ganz speziellen individuellen Wünschen zusammengestellt werden.
In Mitteldeutschland sieht der Forscher gute innovative Ansätze, um in diesem dramatischen Wandel mitzuhalten. Das gelte in Sachsen-Anhalt für das Thema der virtuellen Welten, in Thüringen für die Optik und in Sachsen für die Chipproduktion. Diese Stärken könnten in Magdeburg, Jena und Dresden noch stärker ausgelebt werden, wenn es gelänge diese Orte zu bestimmenden Zentren der Entwicklung zu machen.
Durchgreifende Erfolge werden dabei jedoch nur die haben können, die geltende Regeln brechen, gibt der Leiter der Leipziger Zukunftsschmiede zu bedenken. Die wichtigsten Innovationen im 20. Jahrhundert seien entstanden, weil ihre Schöpfer Grundregeln gebrochen und dadurch neue Märkte entdeckt haben. In einem Buch**, das Ende August erscheint, hat Jánszky solche Regelbrecher porträtiert, die bewusst Grenzen der Gesellschaft überschritten haben. Der Blick nach hinten soll die Sicht nach vorn schärfen.
*2020 - So leben wir in der Zukunft, Wien 2009
**Rulebreaker - Wie die Menschen denken, deren Ideen die Welt verändern, Wien 2010
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Mario Hess
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Bei der Herstellung von Bioethanol nimmt Sachsen-Anhalt eine führende Position in der Bundesrepublik Deutschland ein. Gemessen an den Ergebnissen des Jahres 2008 erfolgte die Produktion in Deutschland zu 78 Prozent in den Anlagen Sachsen-Anhalts. Bei der Biodieselproduktion lag der Anteil bei 10 Prozent.
Das Logistik-Unternehmen betreibt seit sechs Jahren das Regionallager Ost für den Süßwaren-Hersteller. „Wir unterhalten die gesamte Logistik-Kette. Das Regionallager wird von uns mit den Waren aus dem Zentrallager in Stadtallendorf in Hessen gefüllt. Je nach Handelskette stellen wir Komplett-Ladungen zusammen, verpacken die Ware und verteilen sie“, sagt Adolf Jahr, Geschäftsführer der Offergeld-Niederlassung in dem Gewerbegebiet, das sich über die Gemarkungen mehrerer Gemeinden erstreckt. Der Süßwaren-Hersteller dürfte mit der Logistik-Firma in Schleinitz zufrieden sein. Denn Offergeld Logistik betreibt seit kurzem auch das Regionallager Südwest in Bietigheim in Baden-Württemberg. Derzeit sind drei Mitarbeiter aus Schleinitz in Bietigheim, um ihre Kollegen in das Logistik-Geschäft mit süßen Sachen einzuarbeiten.
Zu den Kunden der Logistik-Firma im Burgenlandkreis gehören zudem die Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli aus der Schweiz sowie Rotstern aus Thüringen. Für die Südzucker AG in Zeitz lagert Offergeld 10 000 Tonnen Weißzucker in verschiedenster Form in seinen Hallen. Auch die Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei in Freyburg, sowie zwei große Flachglashersteller nehmen die Dienste der Logistik-Firma und ihrer Spezialfahrzeuge in Anspruch. Geschäftsführer Jahr führt diese Erfolge neben dem Engagement seiner 300 Mitarbeiter auch auf die exzellente Lage des Betriebes zurück. „Für Logistik-Dienstleister hat Autobahnnähe erste Priorität“, sagt Jahr.
Diese Nähe schätzen auch andere Firmen, die sich in dem 1991 gegründeten Gewerbegebiet niedergelassen haben. Inzwischen ist es auf 145 Hektar angewachsen. Lediglich drei Hektar davon sind noch zu haben, sagt Günther Wienhold, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Burgenlandkreises. Neben einer Reihe von Produktionsbetrieben haben sich auch die Spedition Reico und die Kaufland-Logistik GmbH angesiedelt. Das Frische- und Logistikzentrum von Kaufland in Unterkaka/Osterfeld beliefert 122 Filialen der Handelskette in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Nordbayern, Hessen und Niedersachsen. In Spitzenzeiten rollen täglich bis zu 2 000 Lastkraftwagen vom Gelände. Gerade hat der Handelsriese im Juni seine Lagerfläche um 35 000 Quadratmeter erweitert. Investiert wurde ein zweistelliger Millionenbetrag. Gebaut wurde nicht nur ein neuer Lagerkomplex, sondern auch ein Tunnel unter der Landesstraße 190 hindurch. Damit sei eine sichere Verbindung zu dem seit 15 Jahren bestehenden Lagergrundstück geschaffen, berichtet Unterkakas Bürgermeister Manfred Kalinka, der das Entstehen des Gewerbegebiets von Anfang an begleitet hat. Dessen Attraktivität führt er wie Wirtschaftsförderer Wienhold und Offergeld-Chef Jahr auf die günstige Lage zurück. Die Autobahn A 9 Berlin-München, aber auch die Autobahn-Trasse A 38, der nahe Flughafen Leipzig/Halle und die vielen Autozulieferer machten den Standort für viele Investoren interessant. Inzwischen arbeiten dort 4.000 Menschen, davon 2 000 allein bei Kaufland.
Deshalb plant die Stadt Weissenfels eine Autobahnabfahrt weiter nördlich eine ähnliche Erfolgsgeschichte. Bei Weissenfels, Langendorf, Zorbau und Nessa werde ein Industriegebiet mit einer Fläche von anfangs 160 Hektar geplant, blickt Wienhold voraus.
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September 2010
Lasermarkierung von Solarzellen eröffnet neue Möglichkeiten in der Qualitätskontrolle
Q-Cells befasst sich seit einigen Jahren mit der Markierung von Solarzellen. Nun ist es den Q-Cells Ingenieuren gelungen, ein lasergestütztes Verfahren zur individuellen Kodierung jeder einzelnen Solarzelle zur Serienproduktions- tauglichkeit zu bringen. Für die Technologie der Lasermarkierung wurde ein europäisches Patent mit dem Titel „Solarzellenmarkierungsverfahren und Solarzelle“ erteilt. Die im Zuge der Entwicklung über die Zeit hin erhaltenen Schutzrechte werden von Q-Cells als Lizenzen zu fairen und angemessenen Bedingungen an Interessierte zur Nutzung angeboten. Das Verfahren, das bei Q-Cells bis Ende des Jahres flächendeckend implementiert sein wird, eröffnet völlig neue Wege in der Nachverfolgung und Optimierung der Produkte. Wichtige Kenngrößen wie z.B. Lieferdatum des Rohmaterials, Lieferantenkennung sowie die Kennzeichnung der eingesetzten Betriebsstoffe im Herstellungsprozess können gespeichert und der jeweiligen Solarzelle zugeordnet werden. Für die Kunden bedeutet das ein erhebliches Plus an Qualität für jede Zelle im Modul.
Vorteile durch höhere Qualität und Kostenersparnisse
Die digitale Markierung jeder einzelnen Solarzelle ermöglicht eine 100-prozentige Rückverfolgung über weite Teile der Photovoltaik-Wertschöpfungskette – vom Silizium-Roh-Wafer bis hin zu Solarmodulen und -systemen. Nie zuvor war es möglich, die Produktionsschritte in einer solchen Detailtiefe nachzuvollziehen. In jedem Schritt steigert das Verfahren die Transparenz, erlaubt so Rückschlüsse auf eingesetze Rohmaterialien und Herstellungsprozesse und kann zur Steigerung der Produktstabilität beitragen. Gestützt durch die Lasermarkierung führt die kontinuierliche Prozessoptimierung zu Kostenersparnissen und fördert neue technologische Entwicklungen in der Solarbranche.
Innovatives und anwendungsorientiertes Produktportfolio
Neben den Innovationen im Bereich der Solarzellen demonstriert Q-Cells mit dem Solarhaus in Modellgröße die ganze Vielfalt seines Produktangebots: Ausgestellt sind Anwendungen für Schräg- und Flachdächer sowie Fassaden und Freiflächen. Mit den Produktreihen Q.PRO, Q.BASE, und Q.SMART präsentiert Q-Cells dazu passgenaue Lösungen. Auch über die Systemkompetenz von Q-Cells sowohl bei mittelgroßen Projekten für gewerbliche und industrielle Kunden als auch bei großen Solarparks können sich Besucher informieren. Qualitativ hochwertige kristalline Solarzellen runden das präsentierte Produktportfolio ab. Mit diesem Messeauftritt macht Q-Cells seine strategische Wandlung vom reinen Solarzellenhersteller zum integrierten Anbieter von Photovoltaik-Lösungen deutlich sichtbar.
Kontakt:
Q-Cells SE
OT Thalheim
Sonnenallee 17 - 21
06766 Bitterfeld-Wolfen
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Tel.: +49 - (0)3494 - 6699 10121
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Auch im Bereich der Ausbildung und Forschung ist Sachsen-Anhalt ganz Vorne dabei. Dafür sorgen zwei Universitäten, acht Fachhochschulen und 12 Forschungsinstitute. Konkrete Konzepte zur Ausbildung des Nachwuchses gibt es bereits. So bietet die Hochschule Anhalt (FH) gemeinsam mit Unternehmen der Solarbranche den praxisintegrierenden dualen Studiengang Solartechnik an. Auch die Q-Cells SE engagiert sich für die Spezialisten der Zukunft in der Region und finanziert eine Stiftungsprofessur für Photovoltaik an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Das Fraunhofer-Center für Silizium Photovoltaik (CSP), das weltweit einmalige Kristallisations- und Materialanalysezentrum für den Photovoltaik-Werkstoff Silizium, untersucht beispielsweise in Deutschlands größten Klimakammern das Materialverhalten der PV-Module und Sonnenkollektoren und im Modultechnologiezentrum des Fraunhofer CSP wird zu Laminierungsprozessen geforscht.
Nach erfolgreichem Auftritt im vergangenen Jahr präsentiert sich Sachsen-Anhalt zum dritten Mal auf einem Gemeinschaftsstand mit mehr Ausstellern und erstmals mit dem Cluster SOLAR VALLEY Mitteldeutschland e.V. auf der European Photovoltaic Solar Energy Conference (06.- 09. September 2010), die in diesem Jahr in Valencia stattfindet.
Die Mitaussteller des von der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (IMG) organisierten Messeauftritts sind:
- Solar Valley Mitteldeutschland e.V.
- Fraunhofer Center für Silizium Photovoltaik (CSP)
- iCON GmbH
- Sinusstrom GmbH
- SSF solar screen factory GmbH
- Stadt Sandersdorf-Brehna
- Vetro Solar GmbH
- Wirtschaftsförderung Halle (Saale)
Daneben sind auch Einzelausstellter aus Sachsen-Anhalt auf der Messe: boraident GmbH, CALYXO GmbH, f | solar GmbH, INNOTECH SOLAR ITS, Sovello AG, Q-Cells SE.
Besuchen Sie Sachsen-Anhalt auf der EU PVSEC in Valencia, Level 2, Hall 1, Booth A 10.
Kontakt:
Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbh
Ines Massih-Richter
Am Alten Theater 6
39104 Magdeburg
Tel.: +49 (0)391 567086
Mobil: +49 (0)1515 2626467
Email: ines.massih-richter@img-sachsen-anhalt.de
Auch unter Ausschluss der Saisoneinflüsse erweist sich die Aufwärtsbewegung als kräftig. Die konjunkturelle Erholung am Bau, die Anfang dieses Jahres durch den übermäßig starken Wintereinbruch zunächst unterbrochen wurde, gewinnt damit weiter an Fahrt. Neben den durch die Konjunkturpakete ausgelösten Baumaßnahmen kommen Anregungen aus dem Wohnungsbau. Hier spielen neben konjunkturellen Einflussgrößen – wie niedrige Hypothekenzinsen, abnehmende Arbeitsmarktrisiken, Flucht in Immobilien zur Absicherung von Inflationsgefahren – wohl auch die Bauaufträge zur Beseitigung der Flutschäden in Sachsen und Brandenburg eine Rolle.
Von diesen Auftriebskräften profitieren vor allem der Hochbau und der Ausbau. In beiden Sparten werden sowohl die Lage als auch die Aussichten nochmals günstiger bewertet. Außergewöhnlich kräftig steigt dabei mit 14 Saldenpunkten die Geschäftslage im Ausbaubereich, während sich bei den Hochbauunternehmen die Geschäftsaussichten mit 20 Punkten besonders deutlich verbessern. Die derzeitigen Baugeschäfte dürften noch stark durch die Sanierungsmaßnahmen aus dem Konjunkturpaket II geprägt sein, aber auch die privaten Haushalte und die Wohnungsunternehmen setzen Modernisierungsmaßnahmen fort. Die Bauunternehmen aus Brandenburg und Sachsen sind besonders hinsichtlich der zukünftigen Baugeschäfte optimistisch, wohl auch angesichts notwendiger Baumaßnahmen zur Beseitigung der Flutschäden. Zugleich deutet die Genehmigungsstatistik darauf hin, dass auch der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen zulegt, getragen durch mehr Projekte sowohl von den privaten Haushalten als auch von den Wohnungsunternehmen.
Im Tiefbau stagniert die Geschäftslage unter Ausschluss der Saisoneinflüsse dagegen in etwa auf dem Niveau zu Sommerbeginn. Die Aussichten geben sogar nach, die Optimisten und Pessimisten halten sich nun wieder die Waage. Der Erwartungshorizont der Umfrage reicht inzwischen bis in das Jahr 2011 hinein. Damit reflektieren die Unternehmen, dass die staatliche Investitions-ausgaben nach dem Auslaufen der konjunkturstützenden Maßnahmen planmäßig zurückgefahren werden.
Hintergrund:
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) widmet sich der Erforschung der Entwicklungen „Von der Transformation zur europäischen Integration“. Dieses Forschungsprofil ist auf zwei Bereiche konzentriert: Programmbereich I befasst sich mit Wachstum und wirtschaftlicher Integration, Programmbereich II mit der Analyse von Transformationsprozessen. Unter dem allgemeinen Forschungsthema genießt die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands besondere Aufmerksamkeit. Das IWH ist in drei wissenschaftlichen Abteilungen organisiert: Makroökonomik, Strukturökonomik und Stadtökonomik. Die Forschung wird in inhaltlich definierten Forschungsschwerpunkten durchgeführt, die auf mittlere Frist eingerichtet sind und abteilungsübergreifend spezifische Kompetenzen bündeln. Diese Forschungsschwerpunkte sind als Ort der Einheit von wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftspolitischer Beratung zu verstehen. Das IWH ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.
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Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)
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06108 Halle (Saale)
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2,2 Millionen Euro will das Unternehmen mit der Offerte bei Privatanlegern platzieren. Mehr als neun Prozent Wertzuwachs sollen die vom Partner Enercon installierten Windkraftanlagen pro Jahr einspielen, prognostiziert UDI. Insgesamt stellt der Initiator nach 21 jähriger Laufzeit einen Kapitalrückfluss von 316 Prozent in Aussicht.
Investoren sollen unter anderem davon profitieren, dass Anlagenbauer Enercon über 15 Jahre eine Verfügbarkeit von 97 Prozent garantiert. Zudem wirbt UDI mit Windverhältnissen von 6,5 bis 6,6 Metern pro Sekunde, die von zwei unabhängigen Gutachten ermittelt wurden.
Außerdem soll sich der Fonds dadurch empfehlen, dass die Betreibergesellschaft der Anlagen, SAB Windteam, über langjährige Erfahrung aus dem Betrieb von über 20 Windkraftanlagen mit mehr als 250 Megawatt verfügt und die Vergütung des Windstroms durch die Einspeisevergütung 20 Jahre lang garantiert ist.
Die UDI- Planungs- und Projektentwicklungstochter für Biogas UDI Bioenergie hat indessen ihre Geschäftsführung verstärkt. An der Seite von Harald Felker und Georg Hetz wird Matthias Kubat (45) künftig die Unternehmensgeschäfte leiten und sich besonders den Projekten der nördlichen Regionen widmen. Zuletzt war er Finanzvorstand (CFO), später Leiter des operativen Geschäftes (COO) der Biogas Nord AG.
Die ausgewerteten Ergebnisse ermöglichten es erstmalig, den aktuellen Entwicklungsstand der Zulieferindustrie in den Neuen Ländern transparent abzubilden und darauf aufbauend zukünftige Ziele für die Aktivitäten des ACOD und der Länderinitiativen zu definieren.
Um die Entwicklung der Branche kontinuierlich und zuverlässig zu analysieren und aussagekräftige Resultate zu erhalten, plant der ACOD auf Basis dieser Studie von 2008/2009 nun eine erste Folgebefragung.
Zu diesem Zweck werden im Zeitraum von September bis Oktober 2010 seitens des ACOD und der Länderinitiativen sowohl auf postalischem als auch elektronischem Weg Fragebögen an rund 1.400 Firmen der Automobilbranche versendet.
Die erhobenen Einzeldaten der Unternehmen werden in jedem Fall geheim gehalten. Um einen Rückschluss auf einzelne Unternehmensdaten auszuschließen, werden ausschließlich aggregierte Untersuchungsergebnisse weitergegeben.
Mehr Informationen unter:
Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff in Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) anlässlich der Auszeichnung der CARBONIT Filtertechnik GmbH als „Unternehmen des Monats August 2010“. Die Firma, die in Salzwedel 20 Mitarbeiter beschäftigt, stellt international patentierte, vollständig abbaubare Aktivkohle-Blockfilter aus nachwachsenden Rohstoffen zur Filtration von Flüssigkeiten her. Die erzeugten Filterelemente werden u. a. im Bereich der Gastronomie, in der Medizin- und Pharmaindustrie sowie in privaten Haushalten eingesetzt. Die Filter werden auch in Krisengebieten zur Filtration von verunreinigtem Trinkwasser verwandt. Das sogenannte Krisenfass arbeitet im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen ohne den Einsatz von Chemikalien, benötigt weder Strom noch einen Wasseranschluss und ist deshalb in unzugänglichen Gebieten gut einzusetzen.
Die mehrfach wegen ihrer innovativen Produkte ausgezeichnete CARBONIT Filtertechnik GmbH (u. a. mit dem Hugo Junkers Innovationspreis Sachsen-Anhalt 2006) ist eine Tochter der Westa-Holding GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen). Das Familienunternehmen gehört zu den Marktführern in Deutschland und Europa für hochwertige Filterelemente zur Aufbereitung von Trinkwasser.
„Das Kaliwerk in Zielitz gehört weltweit zu den leistungsfähigsten Kaliwerken. Der größte industrielle Arbeitgeber nördlich von Magdeburg kann eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote sowie einen sehr hohen Übernahmeanteil der Auszubildenden vorweisen und ist damit beispielgebend für andere Betriebe. Beispielgebend ist das Werk auch im Hinblick auf sein Bemühen um Energieeffizienz, die es durch den konsequenten Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung erreicht. Durch die Investition in eine zweite Dampfturbine für das Kraftwerk wird die Energieeffizienz noch weiter verbessert.“ Das sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff auf einer Pressekonferenz im Anschluss an einen Besuch des Ministers im Unternehmen.
Die K+S KALI GmbH, Werk Zielitz, investiert 15,4 Mio. Euro in ihr eigenes Kraftwerk, das nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung mit einer Effizienz von etwa 90 Prozent arbeitet. Da das Unternehmen für die Versorgung aller Produktionsbereiche unter und über Tage große Mengen an elektrischer Energie und Dampf benötigt, soll nun mit der Anschaffung einer zweiten Dampfturbine die Energieeffizienz des Kraftwerks weiter verbessert werden. Damit erhöht sich der Eigenstromanteil auf etwa 95 Prozent, sodass der Strombedarf im Kaliwerk nahezu vollständig selbst gedeckt werden kann. Der Beginn des Probebetriebes ist für den 13. September 2010 geplant.
Werksleiter Hans-Joachim Kind sagte dazu: „Effiziente Energienutzung bedeutet nicht nur den sorgsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen, sondern auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.“
Die K+S- Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Kassel (Hessen) gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, von Pflanzenpflege- sowie Salzprodukten. Ende 2009 beschäftigte das Unternehmen weltweit etwa 15.200 Mitarbeiter, davon etwa 1.720 in Zielitz. Die Ausbildungsquote liegt bei etwa 9 Prozent (151 Auszubildende). Seit 1993 wurden durch die K+S-Gruppe über 450 Mio. Euro in den Kalisalzbergbau des Landes Sachsen-Anhalt investiert.
„Sachsen-Anhalt trägt nach wie vor erheblich zur Versorgung Deutschlands und der Weltmärkte mit mineralischen Rohstoffen bei. Gerade die Gewinnung von Kies und Sand, gebrochenem Naturstein und Kalkstein sowie Tonen und Quarzsanden stellt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor in unserem Land dar und bildet damit die Basis für eine leistungsfähige Bau-, Glas- und Keramikindustrie. Dies sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Pleye auf dem 5. Rohstofftag Sachsen-Anhalt heute in Löbejün (Landkreis Saalekreis).
Gleichzeitig machte Pleye deutlich, dass die heimische Braunkohle trotz eines umfangreichen Anpassungsprozesses in den vergangenen Jahrzehnten noch immer der wichtigste in Sachsen-Anhalt gewonnene Energieträger sei. Pleye: „Künftig wird es aber neben der energetischen Verwertung darauf ankommen, diese wachs- und bitumenreiche Braunkohle noch stärker stofflich zu nutzen und als Rohstoffbasis für die chemische Industrie in Mitteldeutschland zu entwickeln. Für diese zusätzliche Wertschöpfung werden weltweit Verfahrenstechnologien und Anlagen benötigt. Zwei Bausteine dafür sind der inzwischen vom Bundesforschungsministerium bewilligte ‚Regionale Wachstumskern ibi – Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland’ sowie der im südlichen Sachsen-Anhalt geplante kommerzielle Chemiepark.“
August 2010
„Es war eine zufällige Entdeckung“, erklärt Projektleiterin Susanne Jenke, die sich gerade um die deutschland- und europaweite Markteinführung von Deurex® Pure kümmert. „Beim Versuch ein neues mikronisiertes Wachs für unsere Kunden in der Lack- und Farbenindustrie herzustellen, hielten wir diese watteähnliche, weiße Substanz in den Händen und stellten fest, dass sie hervorragend Öl aufsaugt.“ Diese Entdeckung wurde bei der DEUREX Pure GmbH in Elsteraue in Sachsen-Anhalt bereits Anfang des Jahres gemacht und zum Patent angemeldet – lange bevor die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ihren Lauf nahm. „Wir haben zunächst an den Einsatz bei Feuerwehren, Tankstellenbetreibern, Flussmeistereien und Hafenbetreibern gedacht. Überall dort, wo Öl mit Wasser in Berührung kommen und Schaden anrichten könnte“, sagt Susanne Jenke. An den Ölteppich im Atlantik hatte da noch niemand gedacht. Doch die „Zauberwatte“, so wird Deurex® Pure von den Mitarbeitern genannt, könnte tatsächlich eine entscheidende Lösung bringen. Vom unabhängigen Prüfinstitut DEKRA wird DEUREX® Pure eine äußerst hohe Bindekomponente bescheinigt. Einhundert Kilogramm Deurex® Pure können mehr als 600 Liter Öl binden. Um allerdings im Golf von Mexiko wirklich helfen zu können, wäre es am effektivsten eine Produktionsstätte in den USA zu bauen, um den kostspieligen Transport von DEUREX® Pure zu umgehen. „Denn zur Bekämpfung des Ölteppichs würden ungeheure Mengen anfallen und dafür brauchen wir einen Partner, der sich auch finanziell beteiligt“, sagt Marketingexperte Torsten Rödiger.
DEUREX® Pure kann aber auch bei Verschmutzungen durch Diesel, Lösungsmittel wie Toluol oder Tenside und Alkohole eingesetzt werden. Und: Die Watte – verpackt in netzartige Säcke oder Schläuche – geht vollgesogen nicht unter und kann so jeder Zeit abgefischt werden. Der Einsatz ist ohne Probleme auf rauer See möglich und hinterlässt keine Rückstände im Wasser. Derzeit denken die Entdecker sogar über eine Wiederverwertbarkeit der Watte nach, die ein weiterer Pluspunkt in Sachen Kundenservice wäre.
Bei der schon jetzt großen Resonanz ist die Produktion von Pure als zweites Standbein von DEUREX nicht ausgeschlossen. Denn es kommen täglich Anfragen zur „Zauberwatte“ im Industriepark in Elsteraue an. „Gerade kam eine Mail aus China“, erzählt Torsten Rödiger. „Ein Geschäftsmann, der nach Lösungen für die Katastrophe in seinem Heimatland sucht.“ In der Hafenstadt Dalian haben Fischer tausende Liter Öl von der Meeresoberfläche abgeschöpft. Nach Schätzungen von Greenpeace sollen hier mehr als 60.000 Tonnen Rohöl ins Meer geflossen sein.
Neben den jährlich im Elsteraue produzierten 6000 Tonnen mikronisierten Wachsen für die Industrie könnten die mehr als 60 Mitarbeiter in naher Zukunft auch die „Zauberwatte“ Deurex® Pure produzieren. Denn Gefahr ist im Verzug, allein im Golf von Mexiko schwimmen nach Schätzungen 780.000.000 Liter Öl. „Beim Einsatz von Pure bleibt kein Rückstand im Wasser. Umweltfreundlicher geht also nicht“, erklärt Projektleiterin Susanne Jenke.
Seit mehr als zehn Jahren hat die Firma DEUREX ihre Zelte im Chemie- und Industriepark Zeitz in Elsteraue in Sachsen-Anhalt aufgeschlagen. Der Standort im Länderdreieck Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen bietet ideale Ansiedlungsbedingungen. Ob per Schiene, Autobahn oder Luftweg - der Flughafen Leipzig liegt 40 Kilometer entfernt - sind alle Transportmöglichkeiten nutzbar. Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der komplett erschlossenen Fläche von 232 Hektar bereits belegt ist. Das Spektrum der Geschäftsfelder reicht von der Produktion von Adipinsäure, der Produktion von hochwertigen Grundölen in einer Altölraffinerie, über die Herstellung von Klebstoffen für verschiedene Anwendungen bis hin zur Produktion von Spezialwachsen für die Papier- und Kosmetikindustrie.
Bis zum heutigen Tag wurden 87 Millionen Euro in eine neue, internationalen Standards entsprechende Infrastruktur investiert. Umweltschonende Technologien, Netz- und Pipelineverbindungen, die den Bedürfnissen der Investoren entsprechend modular erweitert werden können, garantieren den Unternehmen eine bedarfsgerechte Versorgung. Zurzeit stehen noch 75 Hektar freie Flächen zur Verfügung.
Autorin: Dagmar Perschke
Deurex Pure GmbH
Dr.-Bergius-Straße 18-24
D-06729 Elsteraue OT Alttröglitz
Ansprechpartnerin:
Susanne Jenke
03441/ 8291044
jenke@DeurexPure.com
www.DEUREXPure.com
Infra-Zeitz Servicegesellschaft
Hauptstraße 30
06729 Elsteraue OT Alttröglitz
03441/ 84 21 14
infra@industriepark-zeitz.de
www.industriepark-zeitz.de





